Retrospektive zur E3

e3Dieser Beitrag könnte etwas wertender ausfallen, als ich für gewöhnlich versuche zu schreiben, da ich dies aus meiner subjektiven Ansicht schreiben möchte. Aber wen interessieren schon objektive Meinungen?

Eine der wichtigsten jährlichen Events für Gamer ist nun nun schon ein paar Tage vorbei. Trotz viel Prüfungsstress habe ich versucht, zumindest die wichtigsten Dinge mitzuverfolgen. Ganz klar im Mittelpunkt: Was zeigen die drei großen Hersteller Microsoft, Sony und Nintendo?

Nintendo: Außer Pikmin 3 und einem neuen Super Mario Bros U, wurde leider nicht viel gezeigt, was das Gamerherz höher schlagen ließe. Doch warte?

Zombie U sieht wirklich interessant aus. Ich frage mich nur, ob Nintendo damit nicht sein eigenes Image etwas verwäscht bei einem Versuch ein Publikum anzusprechen, das sowieso viel lieber bei der Playstation oder der Xbox bleibt. Insgesamt wurde an guten Ideen, was man nun mit dem Tablet machen kann, leider nicht viel neues gegenüber dem letzten Jahr gezeigt. Und obwohl ich mir sicher bin, dass viele Gamer schon lange gute Ideen hätten, was man damit so machen könnte, scheint der Tablet bis jetzt zum verkappten Zielfernrohr, zur Karte oder einem berührbaren Inventar zu verkommen. Es ist allerdings noch viel zu früh jetzt schon sagen zu können, wie erfolgreich das nun wirklich wird. Mit dem Erfolg der Wii habe ich persönlich mich vor 5 Jahren auch deutlich geirrt und spätestens wenn der erste große Monolith Soft Titel für die Wii U kommt und zeigt, wie gut ein modernes Japano RPG in HD aussehen kann, werde ich mir das Gerät sowieso kaufen.

 

Microsoft: Glänzte durch ein Linup an soliden Fortsetzungen. Wie schon erwartet, läuft wurden viele neue Xbox360 Titel gezeigt, da die Konsole in den USA sehr erfolgreich ist und keine Fortsetzung der Konsole woran viele vor der Messe glaubten. Leider muss man jedoch sagen, dass Forza Horrizon, Halo 4 und Gears of War 4 allesamt schon weit vorangeschrittene Fortsetzungen sind und nichts komplett neues vorgestellt wurde. Auch könnte man daran meckern, dass das spannenste Material eigentlich das neue Tomb Raider war, was nichteinmal ein exklusiver Titel ist und die Show mit Call of Duty geschlossen wurde, aber das ist eigentlich nur meckern auf hohem Niveau. Micrsosoft lieferte für Coregamer meiner Meinung nach eine wesentlich solidere Show als letzteres Jahr und war weniger entäuschend als Nintendo.

Ich mag diesen Ansatz, dass die Menschen die früher in Halo krieg im Weltall geführt haben, nun da der Krieg vorbei ist, als Forscher das Weltall bereisen, worauf die neue Halo Trilogie dann basiert. Der Ansatz erinnert sehr stark an Star Trek.Achja, Smartglas wurde auch noch vorgestellt. Was ich an der Idee sehr gut finde, ist dass es sich nicht nur auf Windows-Phone/Tablet geräte, sondern auch auf iOS oder Android Geräte bezieht. Damit gehen dann nun alle drei Hersteller in den nächsten Jahren auf die Idee eines zweiten Bildschirms an der Konsole ein. In wie weit sich das nun durchsetzen wird, oder nicht, werden wir dann sehen.

 

Sony: Wenn es einen „Gewinner“ der E3 unter den drei großen Herstellern gibt, würde ich sagen, dass es Sony ist. Aber eigentlich auch nur, da die am wenigsten entäuscht haben. Das Software Lineup war mit The Last of Us, Playstation Allstar Battle Royal, Sly Cooper Thieves in Time, God of War Ascension und der Neuankündigung Beyond: Two Souls am größten, exklusivsten und am rundesten.

Auch hier wurde natürlich mit Assassins Creed 3 ein nicht-exklusives Spiel vorgestellt, aber dafür wurde dies auch genutzt, um ein PlayStation Vita exklusives Assassins Creed 3 Liberation anzukündigen und vorzustellen. Dabei merkt man allerdings leider auch, dass die PlayStation Vita eher durch abwesenheit glänzte. Wärend die anderen beiden Hersteller so viel Wert auf den zweiten Screen legten, frage ich mich bei Sony, warum bis auf AC3 Liberation und ein neuangekündigtes Call Of Duty Black Ops für die noch neue Vita nichts gezeigt wurde.

Auch vom im moment in der Beta steckenden, PlayStation Suite das auf PSP, PSVita, PS3, Xperia Play, sowie auf allen anderen Android geräten laufen können wird und dabei selbstentwickelte Anwendungen mit Controller-, als auch Touch-Eingaben unterstützen wird, hätte man ruhig etwas zeigen können. Da hätte Sony einen Bereich, der mehr Leute anziehen kann und den man ausbauen sollte. Wenn es um die mobilen Spiele geht, habe ich aber ganz besonders das erst kürzlich angekündigte Soul Sacrifice, das kurz darauf erschienende Gravity Rush oder das auf der letzten E3 unter dem Namen Ruin angekündigte und mitlerweile umbenannte Warrior’s Lair, sehr vermisst. Wenn ich darüber nachdenke, wie viele Leute zur Zeit Diablo 3 spielen und lieben, wäre es wirklich alles andere als Verkehrt so ein Spiel auch mit vernünftiger Steuerung für Unterwegs im Zug zu haben um den Cahrakter den man zuhause auf der PS3 spielen konnte vielleicht unterwegs noch ein bischen ausfzuleveln um ihn dann zuhause wieder auf die PS3 zu transferieren und/oder mit der PS Vita und PS3 cross-plattform zusammen zu spielen.

Beended wurde Sony’s Pressekonferenz mit dem ersten Gameplaymaterial zu The Last of Us. Böse Zungen könnten sagen, dass es viel Ähnlichkeit mit Uncharted hat. Nicht nur vom Visuellem her, was klar und auch gut so ist, sondern auch vom Gameplay her. Grundsätzlich muss ich sagen, ja. Aber wo man sich mit Nathan Drake einfach durch eine Horde Gegner durchballert, scheint das Spiel mehr mit Spannung heranzugehen und den Spieler in knifflige Situationen zu zwingen durch die er mithilfe eines eigentlich sehr wehrlosen Mädchens hindurch kommen muss. Im Gegensatz zur sonstigen Show oder zu Uncharted ist da natürlich viel weniger Spektakel auf der Leinwand, dafür ist das Gameplay aber sehr spannend, wenn es im fertigen Spiel dann auch wirklich so durchgezogen wird. Aber da traue ich Naughty Dog einiges zu.

Nicht in der Show war ein PS3-exklusives Indi-Spiel mit Namen Papa & Yo, das einige schwere Themen wie Kindesmisshandlung anspricht. Ihr fragt euch, wie das in ein solches Thema in ein Videospiel passt? Ich mich auch.Das Spiel macht aber einen wirklich vielversprechenden Eindruck.

Und wo wir gerade bei Rätselspielen sind, gab es auch wieder was von Quantum Conundrum zu sehen. Dabei handelt es sich um ein First-Person Rätselspiel, ähnlich Portal, von der früheren Leaddesigneren von Portal, Kim Swift. Es gibt zwar keine Glados und auch der Comic-hafte Stil weicht stark von Portal ab, jedoch erkennt man neben den interessanten Rätseln den Humor wieder und das Spiel wird die Stimme von John de Lancie, bekannt als Q aus Star Trek TNG, als verrückten Professor haben.

Von den anderen Herstellern gab es sehr viele Military-Shooter á Call of Duty oder Medal of Honor zu sehen, die meiner Meinung nach dieses Jahr noch mehr als früher schon wie ein Ei dem anderen ähnelten.

 

Ubisoft: Entgegen meiner Erwartung kam allerdings eine der größten Überaschungen von Ubisoft und es war nichtmal Rayman Legends, auf das ich mich nach dem unglaublich gutem Rayman Origins schon sehr freue, sondern ein neu angekündigtes Spiel mit Namen Watch Dogs.

Die Idee dieser nahen Zukunfts-Welt ist sehr gut, die inszenierung und Grafik beeindruckend, man fragt sich sogar, ob das überhaupt noch auf der aktuellen Konsolen-Generation laufen kann und die Freiheiten, die man anscheinend hat, sind atemberaubend. Über all dies hinaus gibt es diese am meisten diskutierte Stelle in der Gameplay Demo, wo man sieht, wie der Protagnoist auf das richtige timing wartet um durch einen Hack eine Ampel lahm zu legen und so durch den resultierenden Autounfall an seine Zielperson zu kommen. Durch den Autounfall bilden sich eben durch die Autos ein Parkour aus Deckungsmöglichkeiten, das Spiel wird zum Cover-Based-Shooter, man duckt sich hinter Autos um Schutz vor den Schüssen der Sicherheitskräfte zu bekommen, ein Passant wird im Auto getötet, woraufhin der Beifahrer versucht ihm zu helfen und ihn zu wecken, der Unfall steckt eine Tankstelle in Brand, die jeden Moment droht zu explodieren und nachdem der Protagonist bei der Zielperson angekommen ist, folgt eine Sequenz am Auto mit anschließender flucht vor einem Helikopter. Ich würde vermuten, dass es nur ein gutes Timing gab um die Zielperson an der Kreuzung aufzuhalten, wodurch sich genau der gleiche unfall immer wieder bilden würde und damit auch die brennende Tankstelle immer genau so viel Zeit bietet, damit man unter Zeitdruck noch die Mission schaffen kann und die Videosequenz auch immer gut aussieht. Aber selbst, wenn das alles nur vorgescriptet ist und ein, ohne die Mission im free-roam-modus ausgelöster, Unfall dann nicht ganz so spektakulär aussieht, ist das was wir gesehen haben immernoch mehr als beeindruckend.

 

Square Enix: Was mich am meisten dieses Jahr beeindruckt hat war leider kein Spiel, sondern eine Grafik Demo der neuen Luminous Engine von Square Enix, die auf den Namen Agni’s Philosophy hört. Diese Demo soll nämlich komplett so in Echtzeit laufen können und sieht eigentlich aus wie ein Render-Film.

Leider wird Square Enix die Engine erfahrungsgemäß nicht vermartken wie vergleichsweise Epic Games ihre neue Unreal Engine 4, die auch sehr stark diese Render-Optik hat, sondern sie nur für interne Projekte nutzen, sodass die Unreal Engine wohl mal wieder wie auch schon seit 1997 die Nase vorne haben wird.

Da im Video einige Displacement Maps zu sehen sind, kann man leider schonmal mit sicherheit sagen, dass das so auf der PlayStation 3 nicht mehr laufen wird, sondern wohl eher eine PC-Demo war. Dennoch wird die Luminous Engine unter anderem für die Beleuchtung bei Final Fantasy versus XIII eingesetzt, was schoneinmal sehr vielversprechend aussieht. Trauriger Weise war von Final Fantasy versus XIII selber leider auf der Messe gar nichts zu sehen. Ich hoffe, dass da bald endlich wieder Material und Infos folgen werden. Aber es handelt sich ja auch schließlich um eine amerikanische Messe, die sich auf das amerikanische Publikum konzentriert, wodurch einige Trailer vielleicht nicht unbedingt dem Spiel gerecht wurden, sondern manchmal etwas einheitlicher explosionen und Action gezeigt haben. So z.B. auch das neue Tomb Raider, das nun noch deutlicher an Uncharted erinnert, was nicht unbedingt schlecht ist.

Etwas worauf ich mich auch unglaublich freue ist der nächste Star Trek Film 2013. Passend dazu wurde auf der Sony PK letztes Jahr ein Star Trek Spiel angekündigt, das einen sehr guten Eindruck macht. Star Trek Spiele waren in der Vergangenheit erfahrungsgemäß immer sehr gut, daher habe ich auch auf diesem Spiel sehr viel Hoffnung.Das Spiel wird von Namco Bandai und Paramount Digital Entertainment publiziert und von Digital Extremes (u.a. Unreal 1) produziert. Nebenbei am Rande: Durch seine Darstellung von Nathan Drake in Uncharted wird Nolan North die Stimme und der Motionactor von Nathan Drake im nächsten Star Trek Film mitspielen.

Um Interesse zu wecken war auf der E3 auch eine übersetzte Version von Project Diva F für PS Vita zu sehen. Das Spiel wird es allerdings nicht aus Japan herausschaffen, da bis jetzt keine Pläne für eine lokalisierung außerhalb Japans von Sega bestehen. Da die PS Vita genau wie die PSP allerdings Regions-Code-frei ist, ist das wieder kein Problem. Ich werde mir das Spiel einfach sobald es im August in Japan erscheint importieren. Die drei Vorgänger auf PSP konnte ich auch ohne Japanisch-Kenntnisse spielen.

Insgesamt kann man zur Messe noch abschließend sagen, dass die Auswahl der Spiele und Trailer natürlich für das amerikanische Publikum verstanden werden müssen. Es gibt also viel Blut, Gewalt und Action. Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass die spieler selber auch nur aus Action bestehen. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Splinter Cell auch in Zukufnt noch aus Schleichen besteht, oder ein Tomb Raider auch in Zukunft noch genug Rätsel und Kletter-Passagen haben wird. Die neue Konsolen-Generation kommt noch nicht und wäre auch meiner Meinung nach noch viel zu schädigend als Förderlich für die Spieleindustrie. Ich freue mich erstmal auf eine ganze Menge interessanter Spieleperlen in der Zukunft.

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